die kleinste anerkannte Hunderasse der Welt

 

Der Chihuahua, allgemein bekannt als "die kleinste Hunderasse der Welt", ist eine der ältesten Hunderassen die man kennt. Um ihren Ursprung  gibt es so viele Rätsel wie bei kaum einer anderen Rasse. Im Laufe der Zeit sind immer mehr (mehr oder weniger glaubhafte) Legenden entstanden.

 

1923 wurde erstmals ein Standard verfasst.

 

Der Chihuahua hat sich in den letzten Jahren dank seiner Robustheit, seiner geringen Größe und seines unvergleichbaren Charakters zu einer beliebten Zwerghunderasse entwickelt, die immer mehr Anhänger findet.

 

 

Die populärste und seit Jahren  als Ursprungsgeschichte akzeptierte, ist die, dass der Chihuahua der heilige Hund der Tolketen gewesen sein soll. In diesem voraztekischen, kriegerischen Stamm, der im Hochtal von Mexiko lebte, wurden Tiere gehalten, die bei religiösen Festen geopfert  wurden. Man nannte sie Techichi, und ihre Spur lässt sich bis in das 7. - 9. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen. Leider konnte niemals eindeutig nachgwiesen werden, dass der Techichi tatsächlich ein Hund war. Nach Übernahme des Toltekenreiches durch die Azteken sollen diese auch deren Hunde weiter gehalten und verehrt haben. Die Azteken bevorzugten die Exemplare mit sehr großen Augen, rundem Kopf und tiefen Stop. Starb ein Azteke, so wurde er zusammen mit seinen Habseligkeiten und einem Hund verbrannt.

Die Indianer glaubten, daß die Hunde mit ihren großen, leuchtenden Augen, den Weg über die neun Todesflüsse der Unterwelt ins Paradies weisen würden. Da jedoch nach dem  Glauben der Azteken nur diejenigen Hunde ihren Herrn behilflich waren, die von diesen zu Lebzeiten gut behandelt worden waren, war man stets darauf bedacht, es den kleinen Hunden an nichts fehlen zu lassen. In den Zeiten, in denen es nicht genügend Hunde gab, waren sie stets den Häuptlingen und führenden Kriegern vorbehalten.

Nach mehrjährigen Forschungen mit namhaften Archäologen und Wissenschaftlern entwickelte die englische Züchterin  Mrs. E. Goodchild, eine der ersten Chihuahua-Züchterinnen Englands,  Ende der 60er Jahre eine neue Ursprungstheorie des Chihuahua, nach der die Rasse um 700 v. Chr. von Ägypten nach  Malta gekommen ist. In ägyptischen Gräbern fand man Überreste von kleinen Hunden, bei denen das Vorhandensein  einer Schädelfontanelle besonders vermerkt wurde. Dieses Merkmal findet man nur beim Chihuahua.

 

Aus dem Jahre 55 v. Chr. existiert eine Tontafel mit der Abbildung zwei sehr kleiner Hunde mit runden Köpfen, riesigen Ohren  und sehr kurzen Nasen. Das Fell war eindeutig kurzhaarig.

Auf einem Fresko in der Sixtinischen Kapelle, stellt Botticelli 1482 einen kleinen weißen Hund dar, den man wohl eindeutig als Kurzhaar-Chihuahua identifizieren kann. Das Bild entstand 10 Jahre bevor Kolumbus Amerika entdeckte! Auch heute findet man auf  Malta noch Hunde, die dem  Chihuahua aufs Haar gleichen. Um 1960 kamen einige solcher Exemplare nach England, wo diese vom  Englischen Kennel Club anstandslos als Chihuahua übernommen worden sind. Aus ihrer

Nachzucht stammen einige  erfolgreiche Zucht- und Ausstellungs-Chihuahuas.

Schon um 1570 kamen vereinzelt Hunde diesen Typs nach England, über sie wird sogar in einer Chronik vermerkt: "Je kleiner sie sind, desto wertvoller sind sie, um so mehr, wenn sie ein kleines Loch in der Schädeldecke aufweisen".  Im rauhen englischen Klima konnten diese winzigen Hunde damals jedoch nicht überleben und starben meist kurz nach der Ankunft, so daß die Rasse sehr schnell

uninteressant wurde.

 

Man nimmt heute mehr und mehr an, dass die Zwerghunde vom Typ Chihuahua im Mittelmeerraum, höchstwahrscheinlich auf Malta entstanden sind und erst später auf ungeklärte Weise auf den amerikanischen Kontinent kamen, wo  sie sich dank des günstigen Klimas gut halten und vermehren konnten. Für die Malta-Theorie spricht außerdem die Winzigkeit und Abgeschiedenheit der Insel. Schon aus Platzgründen  war man bestrebt, möglichst kleine Haustiere zu halten, und unter diesen Bedingungen war auch eine Reinzucht gesichert, was die Erhaltung des Typs in unsere Zeit erklären würde.

Fest steht jedoch, dass in ganz früherer Zeit nur kurzhaarige Hunde erwähnt sind. Daraus beweist sich wohl eindeutig, dass der Langhaar-Chihuahua erst im vorigen Jahrhundert durch Einkreuzung von anderen Rassen in Amerika herausgezüchtet wurde.

 

Um ca. 1850 wurden von Touristen im Staate Mexiko kleine Hunde gesehen, die von Indianern gehalten wurden. Bald wurde es Mode, den Indianern diese "mexikanischen Hunde" abzukaufen und als Souvenier nach Nordamerika zu importieren.

 

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